Paul-Gerhardt-Kirche

Die Kirche ist das Herzstück von Paul-Gerhardt, sowohl theologisch als auch baugeschichtlich.


Im Zentrum des Chores steht das Kreuz. Durch die Beleuchtung wirft es zwei weitere Kreuze als Schatten. Die Tafeln mit den Symbolen der vier Evangelisten wurden von der Töpfergruppe geschaffen.

Das Chorfenster ist ein Werk von Walter Kohler (Wikipedia-Eintrag). Gestiftet von der Familie Taxis in Gedenken an ihren verstorbenen Sohn, wurde es 1941 fertig gestellt, konnte aber erst mit dem Wiederaufbau der Kirche 1951 seinen jetzigen Platz finden.

Dem Chor gegenüber befindet sich die Orgelempore mit der Rensch-Orgel. Das als Gegenstück zum Chorfenster geschaffene Rundfenster wirft bei Sonnenschein während des Gottesdienstes Licht auf den Altar. Zugleich dominiert es die Fassade.

Unterhalb der Orgelempore befindet sich in Verlängerung des Kirchenschiffs der Alte Saal, der bei der Zerstörung des Kirchenschiffs 1944 unversehrt blieb.

In der Vorhalle der Kirche befindet sich das "Gefallenengedächtnismal" für die Kriegstoten aus der Gemeinde, geschaffen 1955 von Wolf-Dieter Kohler  (Wikipedia-Eintrag). Der Erzengel Michael auf der rechten Seite ist als Mosaik in Putz ausgeführt. Die fünf Gedenktafeln auf der linken Seite tragen die Namen der Gefallenen, Vermissten, auf der Flucht Umgekommenen und durch Bomben Getöteten.

Auf der Außenfassade unterhalb des Rundfensters der Orgelempore befinden sich aus dem von Paul Gerhardt gedichteten Lied "Sollt' ich meinem Gott nicht singen" die Schlussworte jeder Strophe: "Alles Ding währet seine Zeit Gottes Lieb in Ewigkeit".

Auf dem Gebälk über der Orgelempore sitzt der Dachreiter, welcher noch von der alten Kirche stammt.

Oben im Dachreiter sind die beiden Glocken aufgehängt.

Die große Glocke wird von 7 Uhr bis 23 Uhr zur vollen Stunde geschlagen und zum Beginn des Gottesdienstes, beim Vaterunser, bei Beerdigungen und um 18 Uhr geläutet.

Die kleine Glocke gibt den Viertelstundenschlag und läutet ebenfalls zum Beginn des Gottesdienstes.