Hospiz Stuttgart

Der Begriff "Hospiz" steht für ein umfassendes, ganzheitliches Unterstützungskonzept für sterbende Menschen und ihrer Angehörigen.  Die todkranke Patienten werden gepflegt und betreut. Eine Hospiz-Maxime ist, die Medikamente so zu dosieren, dass die Patienten möglichst schmerzfrei sind und dennoch so aktiv wie möglich am Leben teilnehmen können. Was Hospizarbeit bedeutet, lässt sich eigentlich nur vor Ort erleben.

Erwachsene

Das stationäre Erwachsenenhospiz verfügt über sieben Betten. Es liegt im Herzen Stuttgarts in der Stafflenbergstraße, einer ruhigen Wohngegend mit Blick über die Stadt. Es ist ein Ort, an dem Menschen miteinander leben. Lachen und Weinen, Angst und Wut, Trauer und Liebe haben Raum.

Mit dem Dienst der Hospizschwestern im Ambulanten Erwachsenenhospiz wird eine Lücke im bestehenden Versorgungssystem geschlossen, vor allem im Bereich der medizinisch-pflegerischen Beratung von Menschen, die an einer nicht von Krebs verursachten Krankheit leiden. Dies kann beispielsweise ein Schlaganfall, eine schwere Organerkrankung, eine Muskelerkrankung, eine dementielle Erkrankung oder Aids sein. Ziel ist es, ein Sterben in Geborgenheit unter Linderung körperlicher und seelischer Beschwerden, zu Hause zu ermöglichen.

Die Sitzwache hat das Ziel, sterbende Menschen nicht alleine zu lassen und das Sterben in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Der sterbende Mensch und die ihm Nahestehenden stehen im Mittelpunkt aller Bemühungen. Jede Form von aktiver Sterbehilfe wird abgelehnt. In notwendigem Umfang wird Trauerbegleitung angeboten. Die Sitzwache ist rund um die Uhr erreichbar.

Kinder und Jugendliche

Das Ambulante Kinderhospiz bietet Familien und einzelnen Familienmitgliedern Beratung, Unterstützung und Begleitung durch haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen. Dabei verstehen wir unter „Familie“ alle Menschen, die mit dem betroffenen Kind in Beziehung stehen. Das Angebot richtet sich individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen der Familie.
Zur Kinderhospizarbeit gehört auch die Begleitung von Kindern, von denen ein Elternteil schwer erkrankt ist. Unser Ziel ist es, die Betroffenen wahrzunehmen, zu begleiten und ihnen so die Möglichkeit zu geben, zur Ruhe zu kommen und aufzutanken. Dies schließt auch die Zeit der Trauer mit ein.

Das Stationäre Kinderhospiz soll Engpässe im Familienleben wie z.B. bei Erkrankung der Mutter oder bei Überanstrengung der Familie überbrücken, indem die Kinder und Jugendlichen künftig für eine gewisse Zeit in dem Kinderhospiz leben und betreut werden können.
Die räumlichen Gegebenheiten sollen es ermöglichen, dass Eltern und Geschwister gemeinsam mit den Kranken wohnen können. Während den Eltern und Geschwistern Möglichkeiten der Entspannung und Entlastung angeboten werden, erfahren die kranken Kinder durch ein multiprofessionelles Team palliative Pflege, therapeutische Angebote und ganzheitliche Begleitung.
Das Stationäres Kinderhospiz soll für Kinder und Jugendliche ein Haus der Freude und Begegnung sein. Es soll ein Ort zum Durchatmen und ein Ort der Besinnung und Erinnerung sein. Auch in der letzten Phase sollen die Kinder und ihre Familien die Möglichkeit haben, die ihnen verbleibende Zeit bewusst zu gestalten und bis zuletzt zu leben. Denn Sterben ist auch Lebenszeit. Die vielfältige Unterstützung von Kliniken, Jugendämtern, Behinderteneinrichtungen und ambulanten Kinderhospizdiensten reicht den betroffenen Familien häufig nicht aus, sie brauchen immer wieder Entlastung durch ein Stationäres Kinderhospiz. Das zur Zeit im Aufbau befindliche Stationäre Kinderhospiz wird eine Ergänzung in der bestehenden Versorgungslandschaft sein. Zur Zeit werden die Räumlichkeiten in der Diemershaldenstraße 11 hergerichtet.

Spenden werden dankbar angenommen!